Hans Weide
Ein Wyhl-Roman
On-line gesetzt am 11. Mai 2021
zuletzt geändert am 10. Mai 2021
Rubrik : Gorleben im Bewusstsein behalten

Roman aus der Zeit des Kampfes um das geplante AKW Wyhl/Baden.

Hans Weide erzählt, wie tief der Riss wegen der Auseinandersetzungen um den Bau des AKW Wyhl durch die einzelnen Dörfer des Kaiserstuhls ging - und sogar Familien in unversöhnliche Lager spaltete. Trotzdem mahnen heute, 40 Jahre später, Tschernobyl (...)

von Wo
On-line gesetzt am 26. April 2021
Rubrik : Schluss mit der Nutzung fossiler Energien
X-tausendmal quer Dokumentation
Gewaltfreie Großaktion
On-line gesetzt am 1. April 2021
zuletzt geändert am 11. April 2021
Rubrik : Widerstand gegen Castortransport
Uwe Painke*
Ein historischer Streifzug
On-line gesetzt am 13. Januar 2021
zuletzt geändert am 14. Februar 2021
Rubrik : Die Flamme nähren, nicht die Asche bewahren / Feed the flame instead of conserving the ashes

Seit Jahrzehnten schulen sich Menschen in der Bundesrepublik Deutschland mit sogenannten »Trainings für Gewaltfreiheit«. Bevor sie einen Bauplatz für ein Kernkraftwerk besetzen, einen Castor-Transport oder ein Atomwaffenlager gewaltfrei blockieren, bereiten sich Gruppen aus der Ökologie- und Friedensbewegung in solchen Trainings auf ihre direkten Aktionen vor. Gruppen aus der Eine-Welt-Bewegung bereiten Straßenaktionen in ihren Heimatstädten vor, Asyl-, Antirassismus- und Ausländerinitiativen trainieren, wie sie sich und andere bei fremdenfeindlichen Übergriffen wirksam gewaltfrei schützen können, und Freiwillige bereiten sich für friedensstiftende Auslandseinsätze in Krisen oder Kriegsgebieten vor. Die Dauer dieser Workshops kann dabei von kaum einem Tag bis zu einer ganzen Woche variieren. Je nach Anforderung an das Training können es sogar mehrwöchige oder mehrmonatige Veranstaltungen sein. Meist nehmen sich die Aktivist/innen jedoch ein oder mehrere Wochenenden hierfür.

Da Trainings für Gewaltfreiheit keine allgemein bekannte Erscheinung sind, will ich zunächst aus eigener Anschauung die wichtigsten Inhalte dieser Workshops und Aktions-Vorbereitungs- treffen und den Begriff »Training« erläutern. Im Hauptteil dieses (...)

On-line gesetzt am 9. Januar 2021
zuletzt geändert am 26. April 2021
Rubrik : Schluss mit der Nutzung fossiler Energien
Kohle, Gifte, Emissionen - Kein Verzicht auf breites Bündnis,
Emilio Alfred Weinberg im Gespräch
On-line gesetzt am 9. Januar 2021
zuletzt geändert am 8. Juli 2014
Rubrik : Schluss mit der Nutzung fossiler Energien

Emilio Alfred Weinberg ist seit vielen Jahren im sozialökologischen Widerstand aktiv. Er gehört der offenen Plattform ausgeco2hlt an, die im Dezember 2011 gegründet wurde und für den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle eintritt, ist Mitinitiator der Kölner Gruppe gegen Braunkohle Solidarische Vielfalt (SoVie) und seit vielen Jahren bei Attac Köln engagiert. Am Rande des von ihm mitorganisierten Netzwerktreffens mehrerer Initativen und Organisationen des Braunkohlewiderstands beantwortete er dem Schattenblick einige Fragen zu grundsätzlichen Problemen sozialer Bewegungen.

Schattenblick: Emilio, im Unterschied zu anderen Aktivisten deiner Generation hast du nicht damit aufgehört, dich für Anliegen stark zu machen, die eher weniger gesellschaftliche Anerkennung und materielle Vorteile versprechen. Wie schafft man es, (...)

Mit Klang und Schall - entwaffnet Rheinmetall
On-line gesetzt am 5. September 2020
Rubrik : Weder Produktion noch Export von Waffen!
Wolfgang Ehmke
On-line gesetzt am 8. August 2020
Rubrik : Die Flamme nähren, nicht die Asche bewahren / Feed the flame instead of conserving the ashes

Die Nutzung der Atomkraft in Deutschland bleibt ein Auslaufmodell, auch wenn es gegenwärtig zunehmend Stimmen gibt, die mit Blick auf die Klimakrise Atomkraftwerke als angeblich CO2-freie Energieträger preisen. Doch selbst die Betreiber der Atomkraftwerke – Eon, RWE und EnBW – wollen das Fass nicht noch einmal aufmachen, sie haben sich strategisch neu ausgerichtet und setzen auf die regenerativen Energien. Das Standardwerk von Joachim Radkau (»Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft«, Rowohlt, 1983) muss also nicht um ein weiteres Kapitel fortgeschrieben werden.

Der Historiker beschrieb einst die Geschichte der deutschen Atomwirtschaft unter wechselnden Aspekten. Radkau verwies auf die politischen Ursprünge, die mit der nuklearen Teilhabe und einem militärischen Nutzen eng verwoben waren (Stichwort: Atomminister Franz Josef Strauß). Er setzte sich zudem mit den technologischen und ökonomischen Fragen detailliert auseinander und konnte so untermauern, dass die Stromwirtschaft nahezu gedrängt worden war, statt auf die Kohleverstromung auf die Atomkraft zu setzen – flankiert und gelockt von Fördermilliarden. Die Summe derartiger direkt berechenbarer Begünstigungen für den Zeitraum 1956 bis 2006 betrug nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) 45,2 Milliarden Euro. Überschlägt man die Forschungsausgaben der Bundesländer und der EU, so lagen die öffentlichen Ausgaben für die deutsche Atomenergie in diesem Zeitraum bei etwa 50 Milliarden Euro.

Industriepolitisch ist dieses Kapitel der Energieversorgung mit seinen zivil-militärischen Facetten recht gut erforscht, ein ärgerliches Relikt ist die Urananreicherungsanlage in Gronau, die vom Atomausstieg ausgeklammert wurde.

Weniger gut (...)

Matthew Lyons (Übersetzung: loma)
40 Jahre Republik Freies Wendland
On-line gesetzt am 28. Juli 2020
zuletzt geändert am 6. August 2020
Rubrik : Die Flamme nähren, nicht die Asche bewahren / Feed the flame instead of conserving the ashes

Besetzung und Räumung des Bohrlochs 1004 in Gorleben, die heute legendäre „Republik Freies Wendland“, jähren sich derzeit zum 40. Mal. Noch immer wird in Presse-Rückblicken, aber auch in der Geschichtsschreibung über soziale Bewegungen der große Einfluss negiert oder marginalisiert, den Graswurzel- und gewaltfreie Aktionsgruppen daran hatten. Der folgende Text des US-Historikers Matthew N. Lyons wurde aus seiner 1988 publizierten englischsprachigen Arbeit zur Geschichte der Graswurzelbewegung in der BRD übersetzt. (Red. graswurzelrevolution)

Der bedeutsamste Einfluss der Graswurzelgruppen [auch: gewaltfreie Aktionsgruppen] auf die Anti-Atom-Bewegung entstand in den Jahren von 1978 bis 1980. Es war bereits ein Zugeständnis auf den Druck der Anti-Atom-Bewegung gewesen, dass die Bonner (...)

ALLE DÖRFER BLEIBEN !
von Keyenberg nach Lützerath am 19-07-2020
On-line gesetzt am 23. Juli 2020
zuletzt geändert am 24. Juli 2020
Rubrik : Schluss mit der Nutzung fossiler Energien

Überblend AV von

Herbert Sauerwein

Julia von Staden
Soziale Bewegungen in Zeiten der Postdemokratie
On-line gesetzt am 13. Juli 2020
Rubrik : Neuerscheinungen

Neuveröffentlichung

Die Konflikte um das Großprojekt »Stuttgart 21« verdeutlichen exemplarisch, wie Protestbewegungen das postdemokratische Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft herausfordern.

Bürgerbeteiligung und Kostentransparenz sind seither nahezu (...)










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