Uwe Painke*
Trainings für Gewaltfreiheit
Ein historischer Streifzug
On-line gesetzt am 13. Januar 2021
zuletzt geändert am 30. Mai 2021
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Seit Jahrzehnten schulen sich Menschen in der Bundesrepublik Deutschland mit sogenannten »Trainings für Gewaltfreiheit«. Bevor sie einen Bauplatz für ein Kernkraftwerk besetzen, einen Castor-Transport oder ein Atomwaffenlager gewaltfrei blockieren, bereiten sich Gruppen aus der Ökologie- und Friedensbewegung in solchen Trainings auf ihre direkten Aktionen vor. Gruppen aus der Eine-Welt-Bewegung bereiten Straßenaktionen in ihren Heimatstädten vor, Asyl-, Antirassismus- und Ausländerinitiativen trainieren, wie sie sich und andere bei fremdenfeindlichen Übergriffen wirksam gewaltfrei schützen können, und Freiwillige bereiten sich für friedensstiftende Auslandseinsätze in Krisen oder Kriegsgebieten vor. Die Dauer dieser Workshops kann dabei von kaum einem Tag bis zu einer ganzen Woche variieren. Je nach Anforderung an das Training können es sogar mehrwöchige oder mehrmonatige Veranstaltungen sein. Meist nehmen sich die Aktivist/innen jedoch ein oder mehrere Wochenenden hierfür.

Da Trainings für Gewaltfreiheit keine allgemein bekannte Erscheinung sind, will ich zunächst aus eigener Anschauung die wichtigsten Inhalte dieser Workshops und Aktions-Vorbereitungs- treffen und den Begriff »Training« erläutern. Im Hauptteil dieses Aufsatzes möchte ich der Frage nachgehen, seit wann es solche Trainings gibt, welche Entwicklungs-linien dabei von den Anfängen bis in die heutige Zeit in Deutschland auftraten und welche Bedeutung ich der Trainingsarbeit auf dem Weg in eine gewaltfreie Gesellschaftsordnung zumesse. Da ein großer Teil dieser Entwicklungen sich in den USA ereignete, werde ich den Blick über die BRD (wo Trainings noch ein relativ junges Phänomen sind) hinaus richten.

Zunächst zu den Inhalten und Formen des Trainings in gewaltfreier Aktion. Wie der Name schon sagt, werden Elemente gewaltfreien Handelns praxisorientiert eingeübt. Dabei werden den Teilnehmer/innen jedoch keine vorgefertigten Bildungsprogramme vorgesetzt, sondern die Trainer/innen, die das Training anleiten und gestalten, versuchen bereits in der Vorbereitung - wie auch während des Trainings selbst - den Teilnehmer/innen ein Maximum an Mitentscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten anzubieten. Auf den Trainings werden Probleme und Konflikte, die für die Teilnehmer/innen relevant sind, zunächst gemeinsam analysiert und - falls dies hilfreich erscheint - ihre Struktur durch Theorie und historische Fallstudien zur gewaltfreien Konfliktlösung weiter erhellt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Einübung in basisdemokratische Entscheidungsformen. Auf fast allen Trainings für Gewaltfreiheit werden die Entscheidungen der Gruppe mit Hilfe des Konsensverfahrens erzielt.
Mit Hilfe von Rollenspiel, Soziodrama und Planspiel können auf dem Training mögliche Wirkungen dieser Entscheidungen überprüft und die Planung und Gesamtstrategie gegebenenfalls verbessert werden. Als wichtiger Effekt der intensiven Gruppenarbeitsformen auf vielen Trainings kann auch die Auseinandersetzung vieler Teilnehmer/innen mit dem eigenen Lebensstil oder eigenen Zielsetzungen gesehen werden.

Der Begriff »Training für Gewaltfreiheit«

Im deutschsprachigen Raum kommen bei dem Begriff »Training für Gewaltfreiheit« unwillkürlich Assoziationen an Leibesübungen, Schweiß, Höchstleistungen, vielleicht an Bundesligafußball auf. Im Englischen bedeutet »training« nichts weiter als »Ausbildung«, »Schulung« oder - vielleicht in diesem Zusammenhang am treffendsten - »Einübung«. Richtig ist sicherlich, dass diese Einübung gewaltfreien Handelns in den Trainings unter Beteiligung des ganzen Menschen geschieht. Es soll nicht nur ein verstandesmäßiges Lernen mit dem Kopf, sondern ein Ausprobieren, ein Experimentieren und ein praktisches Üben des als richtig Erkannten stattfinden.

Wie alt ist Training? - Historische Wurzeln und Vorläufer

Die Geschichte der Trainings für Gewaltfreiheit ist zunächst einmal Teilaspekt der Geschichte gewaltfreier Aktionen. Denn diese Trainings dienten zunächst einmal vor allem zur Vorbereitung der Teilnehmer/innen auf Aktionen und Kampagnen, die auf sozialen Wandel zielten. Und solche gewaltfreien Aktionen haben eine lange Tradition, vor allem in Nordamerika.

Auf einer Studienreise in die USA erforschte ich 1995 die Geschichte gewaltfreier Bewegungen in Neuengland. Für mich war auffällig, dass es sich bei den Teilnehmer/innen dieser frühen Aktionen überwiegend um Angehörige kleiner protestantischer Kirchen handelte, die sich ihre aufsässigen und zugleich gewaltfreien Traditionen bis in die heutige Zeit in sehr ähnlicher Form bewahrt und deren Entstehung dokumentiert haben. Im Zentrum sehr vieler dieser frühen gewaltfreien Aktionen standen Mitglieder der »Religious Society of Friends«, die meist als Quäker/innen bezeichnet werden.

Doch wie kommt es, dass eine so kleine Friedenskirche derartig starke dauerhafte Impulse zu gewaltfreier Aktion zu geben vermag ? Die Antwort liegt meines Erachtens in der religiösen Praxis dieser Gruppe. Denn die Andachtsform der Quäker/innen, die diese Aktionen im 17. Jahrhundert maßgeblich organisierten, war eine Schweigemeditation: Die Gottesdienstbesucher/innen saßen meditierend im Kreis, und es bestand die Möglichkeit, sich den anderen Teilnehmer/innen persönlich mitzuteilen. Frauen und Männer jeden Alters konnten sich hierbei völlig gleichberechtigt äußern. Einsichten, innere Erfahrungen und Erlebnisse mit dem gewaltfreien Kampf wurden so in einer aufmerksamen Gruppe in den Raum gestellt. Dieses Vorgehen findet in heutigen Trainings sein funktionales Äquivalent in einer Reihe von Methoden: den »Blitzlichtern«, Runden zu Ängsten und Hoffnungen, sowie biografisch vorgehenden Techniken, die anhand von Erinnerungen - Erlebnissen und Erfahrungen der Teilnehmer/innen - eine persönliche Auseinandersetzung mit Kategorien wie »Mut« und »Verzweiflung« ermöglichen.

Allein in den traditionellen Zusammenkünften der Quäker/innen finden sich also vier Elemente, die m.E. auch in heutigen Trainings zentral sind:
1. Meditation und auf persönlicher Erfahrung beruhende Reflexion.
2. Es gab die Chance, über Ängste, Befürchtungen und Hoffnungen sprechen zu können; der Austausch erfolgte hierbei stets frei von Kritik.
3. Es gab Raum für Aktionsplanung: Die »business meetings« - meist im Anschluss an die Andacht - werden bei den Quäker/innen seit Jahrhunderten stark von einer Vielzahl sozialer und gesellschaftspolitischer Projekte geprägt.
4. Alle Entscheidungen wurden hierbei im Konsensverfahren getroffen. Jedes Mitglied konnte daher - genau wie bei heutigen Aktionen auch - individuell entscheiden, welche Risiken es eingehen wollte.

Es erscheint daher nur folgerichtig, dass sich aus dieser Quäker/innen-Kultur des sensiblen Aufeinander-Achtens und der persönlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen, die auch für Trainings in gewaltfreier Aktion typisch ist, eine seit drei Jahrhunderten andauernde Tradition gewaltfreien Eingreifens in politische und soziale Konflikte ergab. So fallen die Quäker/innen spätestens seit 1730 durch gewaltfreie Aktionen gegen die Sklaverei auf. Sie sind dabei auch mit ihren Aktionsmethoden Avantgardisten: »Unsichtbares Theater« an öffentlichen Orten, bei dem die Zuschauer/innen der Szene und Passant/innen meinen, sie wohnten einer echten Alltagsszene bei (3) und auch andere psychologisch vielschichtige Aktionsformen jener Zeit verlangten sicherlich Vorbereitungen, doch erfahren wir nichts darüber. Vermutlich auch, weil hier die Einzelaktionen religiöser Käuze gegenüber Gruppenaktionen eher im Vordergrund standen. Dieser Zustand der Vereinzelung und der Einzelaktionen änderte sich erst rund ein Jahrhundert später. Ab 1838 gab es auch nichtreligiöse gewaltfreie Aktionsgruppen in den USA zur Abschaffung der Sklaverei. Zwar hatten die Quäker/innen auf diese Bewegung Einfluss, doch kam nun auch ein neues Element ins Spiel: Die utopische Kommune-Bewegung in Neuengland, die in den 1830er und 1840er Jahren aufblühte, war ein Nährboden dieser Bewegung. Erste politische Boykotts wurden organisiert; Die »Slavery-free-produce«-Bewegung propagierte, nur noch Produkte zu kaufen, die ohne Sklavenarbeit hergestellt wurden. (Diese wurden z.T. mit aufklärendem Aufdruck in speziellen Geschäften verkauft - die Praxis erinnert an heutige Dritte-Welt-Läden ! Viele Aktivist/innen des 19. Jahrhunderts trugen Stofftaschen oder Taschentücher mit Antisklaverei-Slogans.)

Von der Friedenspädagogik zum Training für gewaltfreie Aktion

Leo Tolstoi nimmt diese Einflüsse aus den USA auf. Er liest die philosophischen Texte, die die Antisklaverei-Bewegung über ihre Aktionen verfasst, und er gibt sie über seine Schriften und z.T. auch im direkten Austausch (Briefwechsel) an Gandhi weiter (vgl. Bartolf 1993 b). Auffällig ist die im Vergleich sehr ähnliche friedenspädagogische Praxis, die Tolstoi mit Gandhi verbindet. Bei beiden stehen Anschauung, Experimentieren und praktische Erprobung im Mittelpunkt ihrer Bildungspraxis. Für die Mitte des 19. Jahrhunderts völlig ungewöhnlich, verlässt Tolstoi (wie 50 Jahre später auch Gandhi) den geschlossenen Raum seiner Lehranstalt für den Unterricht und führt den Lernspaziergang als Quelle von Erkenntnis und Einübungsmöglichkeit ein. Doch in der Umsetzung seiner ebenso revolutionären friedenspolitischen Ansichten in Aktionsformen und in dazu hinführende pädagogische Konzepte blieb Tolstoi eher blass und unkreativ. Hier jedoch knüpfte Gandhi erfinderisch am Ideengut des russischen Vordenkers an und trieb die Praxis ein gutes Stück voran. Seine Bildungsauffassung, die eng mit gewaltfreier Aktion verknüpft war, kommt in vielen Punkten der heutigen Trainingsphilosophie und -Praxis nahe.

Dies hängt sicherlich damit zusammen, dass die Grundideen gewaltfreier Bewegung seit den 1930er Jahren kontinuierlich von Indien nach Nordamerika hinüberschwappten. Die Bürgerrechtsbewegung der USA mit ihrem gewaltfreien Grundverständnis und ihren Aktionsformen war stark beeinflusst von der Philosophie und Praxis Mahatma Gandhis. (4) Martin Luther King (1984, 25f.) beschreibt in seinen Büchern immer wieder seine ersten Begegnungen mit den Schriften und Ideen Gandhis, die bereits Ende der 1940er Jahre am »Crozer Theological Seminary« stattfanden. Eine wichtige Rolle bei diesem »Transfer« spielten erneut die Quäker/innen, die in Indien an der Bewegung Gandhis teilgenommen hatten. Glen Smiley und Abraham J. Muste brachten in Vorträgen, Büchertischen und Trainingsworkshops das Gedankengut zurück nach England und Nordamerika, wo es bei King und anderen auf fruchtbaren Boden fiel (vgl. Moyer 1987, 214). Im Osten der USA entwickelten sich so schließlich die »trainings for nonviolent action« als Grundform unserer heutigen Trainings für Gewaltfreiheit.

Ost-West Kulturunterschiede in der Trainingsarbeit

Vergleicht man die amerikanischen und europäischen Trainingskonzepte der letzten Jahrzehnte mit denen, die Mahatma Gandhi entwickelte und anwandte, so fällt auf, dass Gandhi unter Training mehr einen Ansatz verstand, der ganzheitlich das ganze Leben und den gesamten Alltag durchzieht: Das Leben selbst, jeder Tag und jede Handlung bieten die Gelegenheit, gewaltfreies Handeln zu lernen und einzuüben, also zu »trainieren«. Dabei wird Wert auf ein Erfassen mit allen Sinnen gelegt - das Erlernen von Fähigkeiten soll mit Geist und Körper und dem Blick fürs Ganze geschehen. Eine Friedenspädagogik zum Anfassen, zum Ausprobieren und in die Tat umsetzen (vgl. Bartolf’ 1993a). Eine klare Trennung von »Training« und »Realsituationen« gibt es in diesem Modell nicht mehr, die Übergänge sind fließend. Ein weiterer Kulturunterschied liegt in der stärkeren Betonung von Spiritualität als zentralem Teil des Trainingsprogramms östlicher Trainer/innen.

Narayan Desai (1992, 13-23) - der Sohn von Gandhis Sekretär - nimmt zu diesen Ost-West-Unterschieden Stellung, indem er darauf hinweist, dass im Osten Gewaltfreiheit mehr unter dem Aspekt einer Lebensweise gesehen wird während es im Westen mehr als eine Technik gesehen und folglich auch eher so erlernt wird.

In den USA entwickelten sich folgerichtig Trainingskonzepte, die ich als rationalisierte »kapitalistische Variante« von Trainings bezeichnen würde. Viele Teilnehmer/innen waren nicht bereit, an allzu zeitaufwendigen Vorbereitungen teilzunehmen - time is money. So entwickelten die Trainer/innen oft Kurzworkshops von wenigen Stunden. Unter diesen Bedingungen musste mehr Wert auf Effizienz und ausgefeilte Methodik gelegt werden, mit der schnelle Einsichten und Übungserfolge erzielt werden sollten.

Ob bei solcher Kürze noch grundsätzliche Lebenshaltungen im Spannungsfeld einer Gesellschaft, in der Gewalt eher als Norm bezeichnet werden muss, aufgebrochen werden können, ist sehr fraglich. Die Bewegung um Martin Luther King hatte dieses Problem weit weniger als heutige US-Bewegungen, weil die Grundlagen der Lebensorientierung ihrer Aktivist/innen nicht in den kurzen »training sessions« gelegt wurden, die nach Feierabend unter ebenfalls knappen Zeitbedingungen in der Baptistenkirche Kings stattfanden. Für sie war es vielmehr das Leben und Wirken Jesu als gewaltfreies Vorbild, das sich ihnen als Herausforderung zur Verwirklichung in allen Lebensbereichen anbot. Mit dieser Grundeinstellung diente das eigentliche Training nur noch letzten praktischen Erprobungs- und Überprüfungserfordernissen. Die umfangreiche Arbeit an sich selbst, ja sogar die Entscheidungsfindung für bestimmte Aktionsformen waren quasi ein Teil des Gottesdienstes selbst. Ganz ähnlich wie bei den Quäker/innen vor 300 Jahren war also bei den Baptist/innen im schwarzen Süden Amerikas der Gottesdienst eine Art von Training in Gewaltfreiheit - die Versammlung der Gemeinde war das Entscheidungsfindungsgremium, das auch die ersten grundlegenden Schritte der Aktionsvorbereitung trug.

Das Rollenspiel wird Teil des Trainingsrepertoires

Seit den 1950er Jahren sind Rollenspiele fester Bestandteil gewaltfreier Aktionsvorbereitung. Martin Luther King (1984, 136ff.) beschreibt den Einsatz von Trainings im Jahre 1956, um bei der Integration von Bussen auch auf Gewaltprovokationen diszipliniert gewaltfrei zu reagieren:
»In mehreren Versammlungen schulten wir Leute, wie sie sich verhalten sollten. Wir stellten vor dem Altar eine Reihe Stühle auf, die den Bus darstellen sollten. An der Spitze war der Fahrersitz. Dann wählten wir ein Dutzend Schauspieler aus und übertrugen jedem eine Rolle für eine Situation, wie sie möglicherweise einmal eintreten konnte. Ein Mann war der Fahrer, die anderen waren weiße und farbige Fahrgäste. In beiden Gruppen gab es höfliche und feindselige Menschen. Im Beisein der übrigen Versammlungsteilnehmer führten die Schauspieler nun eine Szene auf, in der ein Fahrgast beleidigt oder geschlagen wurde. Dann kam eine andere Gruppe Schauspieler an die Reihe, und zum Schluss wurde über alles diskutiert. Manchmal stellten die, die einen Weißen spielten, ihn mit solchen Eifer dar, dass sie von den Zuschauern getadelt werden mussten. Oft vergaß ein Neger (5), dass er gewaltlos bleiben sollte und schlug heftig zurück. Dann versuchten wir seine Worte und seine Handlungsweise zu korrigieren.«

Der Einsatz von Rollenspielen in Trainings lässt sich bis zu den ersten beschriebenen Trainings an der Wende der 1930er zu den 1940er Jahren zurückverfolgen. Die Aktivist/innen mehrerer Jugendgruppen bereiteten im Sommer 1941 eine Aktion vor, mit der im Garfield Park Schwimmbad in Cleveland die Rassentrennung beendet werden sollte. Hierzu setzten sie Rollenspiele ein, um Hindernisse beim Eintrittskartenkauf, sowie eine Vielzahl möglicher Probleme im Bereich des Schwimmbeckens durchzuspielen. Aus dieser erfolgreichen Aktion wuchs die Gründung des »Congress on Racial Equality« (CORE), der bedeutendsten Bürgerrechts-Aktionsgruppe vor Martin Luther Kings »Southern Christian Leadership Conference«. Die CORE-Aktivistlinnen setzten Trainings für Gewaltfreiheit bereits regelmäßig und erfolgreich zur Aktionsvorbereitung ein (vgl. Houser 1945).

Bayard Rustin und George Houser

Weitere Entwicklungen in Stil und Methodik der Trainings

Nach und nach flossen nun die Kenntnisse der sich neu entwickelnden Gruppenpsychologie und die Methoden der Gruppendynamik in die Trainingsarbeit ein. Die Arbeiten von Kurt Lewin und von Jacob Levy Moreno beeinflussten auch die gewaltfreie Bewegung zu einer stärker selbsterfahrungsorientierten Trainingskultur, in der vermehrt mit den Mitteln von Rollenspiel und Soziodrama gearbeitet wurde (vgl. Zietlow 1977,14)

Während in den Trainings der 1950er Jahre mehr mit verbalen Elementen gearbeitet wurde, sorgte in den 1960er Jahren das Aufkommen der konfrontativeren Sit-ins und anderer neuer Aktionsformen auch für den verstärkten Einsatz neuer Trainingsformen. Vor allem Rollenspiele wurden nun häufIger und vielfältiger eingesetzt (vgl. Walker 1974, 5f.). Im Protestklima der 1960er Jahre verbreitete sich die in der US-Bürgerrechtsbewegung erprobte Trainingsmethodik zudem schnell auf andere Bewegungen und andere Länder. Ein regelrechter »methodischer Quantensprung« wurde zu Beginn der 1970er Jahre durch die Einrichtung einer Reihe von neuen Trainingszentren mit bezahlten Mitarbeiter/innen in Kalifornien, New York, Chicago und vor allem in Philadelphia erreicht. Systematisch wurden nun viele Erkenntnisse und Methoden moderner Gruppenpsychologie in die Trainingsarbeit integriert. Mehrere einjährige Ausbildungsprogramme für Trainer/innen entstanden und sorgten gegenüber den zuvor meist nur wenige Tage dauernden Trainerausbildungen für einen deutlichen Anstieg der didaktischen Vielfalt und Qualität der Trainingsarbeit (vgl. Zietlow 1977).

Eine wahre Massenbewegung wurden seit etwa 1969 sogenannte Marshall-Trainings, später auch Peacekeeper-Trainings genannt. Als an der Wende zu den 1970er Jahren gewaltsame Auseinandersetzungen bei Großdemonstrationen häufiger wurden, bereiteten sich Tausende von Ordner/innen in speziellen Kurztrainings auf erwartete Konfrontationen vor. Neben Kommunikation, Eindämmung von Gerüchten und der verbalen Konfrontation mit Störer/innen wurden hierbei auch körperliche Techniken zur Deeskalation von gewaltträchtigen Situationen geübt. Dass solche Trainings keine Spielwiese für gelangweilte Demonstrant/innen waren, zeigt sich an der erschreckend brutalen Bilanz vieler dieser Proteste: Allein im Mai 1970 wurden in den USA bei den zahlreichen Protesten gegen den Vietnamkrieg über 100 Menschen durch den rücksichtslosen Schusswaffengebrauch der US-Polizei verletzt oder getötet (vgl. Katsiaficas 1987, 120). In einer derart dramatisch aufgeheizten Situation konnte die Vorbereitung durch ein Training für Gewaltfreiheit durchaus unmittelbar dem Überleben auf einer Demonstration dienen.

Die Trainingsarbeit erreicht Deutschland

Das »Philadelphia Life Center« war zu dieser Zeit das bedeutendste Trainingszentrum in den USA. Es besaß eine Strahikraft, die 1972 auch Deutschland erreichte. Mit Eric Bachman war es ein US-Amerikaner aus Philadelphia, der die Trainingsarbeit für Gewaltfreie Aktion in Deutschland in Bewegung brachte. Zwar hatte es bereits in. den 1950er Jahren vereinzelte Versuche mit Trainingsvorformen gegeben, doch nun wurde eine gut organisierte Trainingskultur angestoßen, die bis heute vielfältige Auswirkungen hat. Mit dem ersten Training in dieser Reihe, das im Juni 1972 im Freundschaftsheim in Bückeburg unter der Leitung von Hermann Koch und Eric Bachman stattfand (vgl. Rothenpieler 1992, 107ff.), wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, durch die hunderte von Aktivist/innen in Westdeutschland sich als Trainer/in ausbilden ließen und viele Tausende an Trainingsworkshops teilnahmen. Mitte der 1970er Jahre entstanden in vielen Städten der BRD Gruppen von Trainer/innen, sogenannte Trainingskollektive (vgl. Ratsch 1987, 94), und im Mai 1977 fand das erste Bundestreffen zum Austausch und zur Koordination zwischen den verschiedenen Trainingskollektiven statt. Mit dem Aufstieg der Anti-AKW-Bewegung Ende der 1970er Jahre und einer Welle neuer Aktionsformen, die auch zunächst schwer abwägbare Risiken für die Teilnehmer/innen mit sich brachten, waren Trainings für gewaltfreie Aktion plötzlich stark gefragt . Eine bezahlte Infostelle wurde zur Koordination eingerichtet, um die damit verbundene Verwaltungsarbeit zu leisten. Erste Medien und eine beachtliche Literatur (Trainingshandbücher) entstanden in dieser Zeit und halfen bei der Verbreitung der Trainingsideen und -formen. (6)

Bei der Platzbesetzung des Geländes für ein Atommüll-Lager bei Gorleben im Frühjahr 1980 gelang es in vielen Trainings-Workshops, eine gemeinsame gewaltfreie Strategie für die erwartete Räumung zu finden. 3.000 Besetzer/ innen leisteten schließlich passiven Widerstand gegen eine bürgerkriegsartig auftretende Polizeimacht. Trotz der vermeintlichen Niederlage - der Platz wurde von der Polizei geräumt - brachte das disziplinierte und entschlossene gewaltfreie Auftreten Tausender Aktionsteilnehmer/innen der Bewegung auch eine Stärkung durch die große öffentliche Wirkung der Aktion.

1982 gehörte ich zur Vorbereitungsgruppe der ersten Massenaktion der Friedensbewegung gegen die Atomwaffen in der BRD. Die Aktion fand bei Großengstingen auf der Schwäbischen Alb statt und war die erste Massenaktion in Deutschland überhaupt, bei der die Veranstalter/innen ein Vorbereitungstraining zum Pflichtprogramm für alle Teilnehmer/innen erhoben. Sicherlich trug diese Tatsache zum erfolgreichen Verlauf der bemerkenswerten Aktion bei: Die Blockade wurde eine Woche lang - 170 Stunden ununterbrochen bei Tag und Nacht - auf der Zufahrt des Atomwaffendepots fortgeführt (vgl. AK Engstingen 1982).

In ganz Deutschland entstanden 1982 und 1983 Trainingskollektive, so dass sich schließlich in rund 30 Städten Trainer/innen regional organisiert hatten. ( 7) Eine wahre »Trainingseuphorie« machte sich in der Friedensbewegung breit, und Tausende von Menschen nahmen an Trainings teil. Doch als im November 1983 die Aufrüstung mit Pershing II l- Atomwaffen erfolgte, lösten sich die meisten Aktionsgruppen ebenso schnell wieder auf, wie sie entstanden waren. Ebenso schnell wie die Trainings zu einer Modeerscheinung geworden waren, gerieten sie auch wieder aus der Mode. Bis auf wenige Ausnahmen lösten sich die Trainingskollektive auf oder wurden kaum noch angefragt (vgl. Ratsch 1987, 99). (8) Im württembergischen Raum entstand auf meine Initiative ein neues Traingskollektiv, das bis 1988 kontinuierlich Trainings für Mutlangen-Aktionen anbot. Die 30 bis 40 beteiligten Trainer/innen wurden von mir regelmäßig fortgebildet und gestalteten bis zu 50 Trainings im Jahr für anfragende Gruppen aus dem gesamten damaligen Bundesgebiet. Doch mit dem Erfolg der vertraglichen Abrüstung der Mittelstrecken-Atomraketen kam auch diese Trainingskultur zum Erliegen. Die bundesweite Trainingsvermittlung in Mutlangen löste sich Anfang 1989 auf. Einzelne dieser Trainer/innen führten noch im selben Jahr auf Anfrage von Oppositionsgruppen in der DDR Trainings durch, die der dort neu entstandenen Bewegung von unten zusätzliche Impulse gaben. Ansonsten wurde es für einige Jahre stiller um die Trainingsarbeit in Deutschland.

Neue Inhalte, Professionalisierung und Entpolitisierung

Erst als in den Jahren 1992 und 1993 fremdenfeindliche Übergriffe in Deutschland in einem bis dahin nicht gekannten Ausmaß auftraten, suchten viele Menschen verzweifelt nach Antworten auf diese Herausforderung. Die noch arbeitenden Trainer/innen entwickelten in dieser Situation Trainingskonzepte aus der US-Bürgerrechtsbewegung weiter und passten sie der deutschen Situation an. Aus »Neighborhood Safety« wurden so Trainings für »Gewaltfreie Nachbarschaftshilfe« (vgl. Beck u.a. 1994). Kennzeichen dieser Trainingsphase in der BRD ist nach meinen Beobachtungen jedoch eine zunehmend unpolitische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten gewaltfreien Handelns. So wurden statt der Vorbereitung auf Aktionen zur Thematisierung von Rassismus in der BRD in den 1990er Jahren zunehmend Trainings für den unpolitisch-persönlichen Umgang mit Gewalt- und Bedrohungssituationen angeboten. Dabei stießen selbst Begriffe wie »Zivilcourage« bei einem Gutteil der Teilnehmenden eher auf Desinteresse.(9) Doch die großen Bildungsträger bis hin zur VHS sprangen angesichts der gesellschaftlichen Diskussion über die zunehmende Gewalt im öffentlichen Raum auf diese Welle auf und boten zur eher privaten Gewaltdeeskalation verschiedene Programme an. (10)

Während ich in den 1980er Jahren fast ausschließlich Aktionsgruppen der Friedens- und Ökologiebewegung trainierte, wurde ich seit 1993 zunehmend für berufliche Fortbildungen von Jugendhausmitarbeiter/innen, Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen und Psycholog/innen angefragt. Einzelne Anfragen für berufsbezogene Gewalt-Deeskalationstrainings kamen selbst von Taxifahrer/ innen und Hausmeister/innen. Als Ergebnis dieser Entwicklungen fand auch auf Seiten der Trainer/innen eine zunehmende Professionalisierung statt. Die thematische Ausweitung - die Themenpalette vieler Trainer/innen reicht vom Kommunikationstraining über die kreative Konfliktlösung im Betrieb bis hin zur Deeskalation von Bedrohungssituationen im Alltag - ging zugleich mit einer teilweisen Entpolitisierung der Trainingsarbeit einher.

Als einen gegenläufigen Trend sehe ich die Erarbeitung von Trainingskonzepten für den Zivilen Friedensdienst. Hier entwarfen Trainer/innen Programme flur die Ausbildung von Konfliktlösungs-Spezialist/innen, die zu gewaltfreien Interventionen in internationalen Krisengebieten befähigen sollten (vgl. Painke 1995). Trotz einer starken Unterstützung dieser Konzepte durch kirchliche Institutionen und selbst durch ein breites Spektrum parlamentarischer Vertreter/innen konnten sie bisher aus Finanzierungsgründen noch nicht im großen Stil umgesetzt werden. Doch gerade im Bereich internationaler Konfliktlösung könnte die lange Erfahrung mit Trainings für Gewaltfreiheit Früchte tragen, indem die politischen Auseinandersetzungen der Zukunft durch einen starken Impuls von unten zivilisiert werden. Eine solche Entwicklung ist angesichts der vernichtenden Möglichkeiten militärischer Konfliktaustragung und der fast ebenso destruktiven Verschwendung von Ressourcen für Militär und Krieg geradezu ein Gebot der Vernunft.

Alphabetisierung der Gesellschaft zu gewaltfreier Konfliktaustragung

In diesem Licht erscheint die zukünftige Aufgabe von Trainings manchem Trainer aus Asien sogar vergleichbar mit einer Alphabetisierung der ganzen Gesellschaft durch die Grundlagen gewaltfreier Konfliktlösung. Ein indischer Trainer - Ramjee Singh (1992, 5) - erklärt die Schlüsselstellung der Trainings arbeit für eine solche »Alphabetisierung« mit der Handlungsbezogenheit von Trainings für Gewaltfreiheit:
»Wir geben alljährlich mehr als 500 Milliarden Dollar aus, um Soldaten für den Krieg auszubilden und Kriegsmaschinerien zu kaufen, aber wir denken nicht daran, die Wissenschaft vom Frieden in unseren Stundenplan einzufügen. Gewaltfreiheit ist nicht nur ein Teil der Friedensforschung und der Friedenspädagogik, sondern besteht auch aus aktivem Handeln. Gewaltfreiheit ohne Aktion ist nichts. Doch Handeln ohne Wissenschaft oder die Kunst des Trainings - ist ziellos und unmethodisch.«

Angesichts solcher Perspektiven erscheint mir die in diesem Aufsatz beschriebene lange geschichtliche Entwicklung gewaltfreier Trainings lediglich wie eine schrittweise Heranführung an die bevorstehenden Aufgaben: Unsere Trainingsarbeit muss - mehr als bisher - einen deutlich spürbaren Beitrag dazu leisten, das Erlernen gewaltfreier Handlungsformen zu einem gesellschaftlich bedeutsamen Faktor zu machen.
Erst wenn uns dies gelingt, wird die Vision Mahatma Gandhis und Martin Luther Kings von einer Gesellschaft, in der mit zivilen Mitteln Gerechtigkeit immer wieder erkämpft wird, Wirklichkeit werden.

Zum Autor:
* Painke, Uwe, geb. 1962, Dr. rer. soc., Pädagoge, Trainer für gewaltfreies Handeln, Leiter der Volkshochschule Leonberg
Uwe Painke war über lange Jahre Trainer für Gewaltfreiheit und hat über 100 Trainer/innen aus- und fortgebildet. Er leitete fünf Jahre lang eine bundesweit arbeitende Trainings-Vermittlungsstelle für rund 40 Trainer/innen. 1987-92 hat er an Aktionen Zivilen Ungehorsams im Atomtestgebiet in Nevada teilgenommen und 1988 die Atomwaffen-Teststopp - Kampagne gegründet.

Darüber hinaus hat er mit seinem hervorragenden Buch »Ein Stadtteil macht mobil. Gemeinwesenarbeit gegen Gewaltkriminalität (1) gezeigt, dass die Grundeinsichten der Gewalfreien Aktion nicht nur beim Kampf gegen Unrecht »von oben« wirksam werden können. Sein Streifzug durch die Geschichte der Vorbereitung auf Gewaltfreie Aktionen (2) macht deutlich, dass »Training« in der einen oder anderen Form seit jeher ein Grundbestandteil der Gewalfreien Aktion gewesen ist.

Mit freundlicher Erlaubnis des Autors übernommen aus Reiner Steinweg, Ulrike Laubenthal (Hrsg.): Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen. Frankfurt / Main 2011

Anmerkungen

(1) Uwe Painke: Ein Stadtteil macht mobil. Gemeinwesenarbeit gegen Gewaltkriminalität. Neighborhood Safety in den USA. Berlin/Münster/Wien/Zürich/London: Lit 2001

(2) Geringfügig überarbeitete Fassung des gleichnamigen Beitrags in: Christian W. Büttner/ Gernot Jochheim/Nadya Luer/Torsten Schramm (Hrsg.): Politik von unten. Zur Geschichte und Gegenwart der Gewaltfreien Aktion. Theodor Ebert zum 60. Geburtstag, Sonderband der Gewaltfreien Aktion 111/112, 1997, S.167-177

(3) Mehrere solcher ebenso spannender wie höchst amüsanter Berichte habe ich der Biografie über Benjamin Lay (1677-1742) entnommen (American Anti Slavery Society 1842).

(4) Hier spielte vor allem Richard Gregg eine Rolle, der in den 1920er Jahren Gandhi in Indien besuchte und dessen Ideen anschließend in den USA populär machte. Vor allem das Werk: »The Power of Non-violence« (1934) und »Training for Peace - A Training for Peace Workers Supplement« (1937) - wohl eine der frühesten Verwendungen des Begriffs - gaben wichtige Anstöße bei der Entstehung der US-Bürgerrechtsbewegung, bei ihrer Entscheidung für gewaltfreie Kampfmethoden und der Entwicklung von hierfür vorbereitenden Trainings. Auch K. Shridharanis in den USA viel rezipiertes »War Without Violence: A Study of Gandhi’s Method and Its Accomplishments« (1939) isi ein gutes Beispiel für den starken Gedanken- und Methodenfluss zwischen den gewaltfreien Bewegungen in Indien und USA.

(5) King benutzt im Text noch den Begriff »Neger« (Negro), der heute als rassistisch empfunden.

(6) Vgl. Methodensammlung der Trainingskollektive (1982)

(7) Vgl. Koordinationsstelle der Trainingskollektive für Gewaltfreie Aktion 1984, 3ff,

(8) In diesen Zeitraum fiel die Gründung verschiedener gewaltfreier Bildungs- und Begegnungsstätten, u.a. die KURVE Wustrow; Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden; Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit usw.

(9) Dieser Trend wurde mir damals von Trainer/innen aus mehreren Bundesländern bestätigt.

(10) Heute bilden bei allen mir bekannten Trainer/innen Kurse bei kirchlichen oder politischen Bildungswerken einen Teil der Trainingsarbeit.

Literatur

American Anti Slavery Society (Hrsg.) (1842): Memoir of Benjamin Lay. New York (erstmals 1815 in Philadelphia und ein Jahr später in London)
Arbeitskreis Engstingen (Hrsg.) (1982): Schwerter zu Pflugscharen. Grossengstingen / Handbuch 2; Blockade-Aktion ’82— Auswertung. Tübingen: AK Engstingen
Bartolf, Christian (1993a): Gandhis Pädagogik. Berlin: Gandhi-lnformations-Zentrum
Bartolf, Christian (1993b): Tolstoi - Gandhi. Berlin: Gandhi-Informations-Zentrum
Beck, Detlef, Barbara Müller und Uwe Painke (1994): Man kann ja doch was tun Gewaltfreie Nachbarschaftshilfe. Kreatives Eingreifen in Gewaltsituationen und gemeinschaftliche Prävention fremdenfeindlicher Übergriffe. Minden: Bund für Soziale Verteidigung
Desai, Narayan (1992): The Why, What and How of Non-Violence Training: Gandhi’s Example. In: Anuvibha, Nr. 1, Jaipur, Indien, 1. Jg., Juni 1992, 13-23
Gregg, Richard B. (1934): The Power of Non-Violence. Philadelphia: Lippincott
ders. (1937): Training for Peace, a Program for Peace Workers. A supplement to The power of Non-Violence. Philadelphia: Lippincott
Houser, George (1945): Erasing the Color Line. New York: Fellowship Publicatìons
Katsiaficas, George (1987): The Imagination of the New Left: a Global Analysis of 1968. Boston, Mass.: South End Press
King, Martin Luther (1984): Freiheit. Von der Praxis des gewaltlosen Widerstands. Wuppertal: Brockhaus, 2. Aufl. 1984, 136ff.
Moyer, Bill (1987): The Dialogue begins. In: Lakey, George: Powerful Peacemaking. A Strategy für a Living Revolution. Philadelphia: New Society Publishers 1987
Painke, Uwe (1995): Ausbildung für den Zivilen Friedensdienst. Projektanalyse, Berlin: Evangelisches Bildungswerk
Ratsch, Britta (1987): Training in gewaltfreier Aktion: Emanzipative Erwachsenenbildung im Kontext politischer Aktion. Diplomarbeit der Sozialpädagogik, Universität Bremen
Rothenpieler, Heinz (1992): Training in Gewaltlosigkeit in Deutschland. In: Der Pazifist. Hefte für Völkerrecht und Arbeit für den Frieden, Nr. 5, Düsseldorf, 4, Jg., 1992, 107ff.
Shridharanis, Krishnalal (1939): War Without Violence: A Study of Gandhi’s Method and Its Accomplishments. New York: Harcourt,Brace
Singh, Ramjee (1992): Nonviolence Training. In: Anuvibha, Nr. 1, Jaipur, Indien 1. Jg., Juni 1992, 5
Walker, Charles (1974): Training in gewaltfreier Aktion. In: Gewaltfreie Aktion. Vierteljahreshefte für Frieden und Gerechtigkeit, Nr. 19/20, Karlsruhe, 6. Jg., 1 & 2. Quartal 1974, 5f
Zietlow, Carl (1977): A Reflective History of Training für Nonviolent Action in the Civil Rights and Peace Movements 1942-1972. Grand Rapids, Michigan: Ammon Hennacy House



Und weitere Lektüre-Vorschläge:

https://wri-irg.org/en/story/2014/nonviolence-training

[Nonviolent Peace Training as a Means of Linking Research and Action

Where does nonviolence training for activists come from?

Schmitz, Achim (2010) Gewaltfreiheit trainieren. Institutionengeschichte von Strömungen, Konzepten und Beispielen politischer Bildung.
Osnabrück: Sozio-Publishing. 448 Seiten. €24,80. ISBN 978-3-935431-15-6

https://www.graswurzel.net/gwr/1996/05/gewaltfreies-training-im-kontext-unterschiedlicher-kulturen/

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