Larzac
Parade der Fremdenlegion in Millau wegen einem Dutzend Antimilitaristen abgesagt
On-line gesetzt am 20. November 2016
zuletzt geändert am 8. Dezember 2016
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Überkam den Generalstab des Heeres und die Präfektur des Departements Aveyron die Panik wegen ein paar Linksradikalen? Dies lässt jedenfalls der katastrophale Umgang der Behörden mit der traditionellen Feier zum 11. November vermuten.

Am 11.11. sollte die Parade der 13. Halbbrigade der Fremdenlegion auf den Straßen von Millau stattfinden, zum ersten mal seit die Einheit (ab Mitte 2015) von den Vereinten Arabischen Emiraten auf die Larzac - Hochebene verlegt wurde.


Der Grund für die Absage ?
Ein Aufruf des linksextremen Kollektivs Gardem Lo Larzac zu einer „antimilitaristischen Versammlung“ gegenüber dem Defilé der Legionäre. Eine Demonstration, bei der sich nach Ansicht des Bürgermeisters von Millau, Christophe Saint Pierre ( Republikaner ) lediglich 13 Personen versammeln würden.
Wegen dieser Opposition hat also der Generalstab beschlossen, die Parade der Legion zum Abschluss der Gedenkfeier des 11. November abgesagt, um jegliche Störung der öffentlichen Ordnung zu vermeiden.

Der Bürgermeister von Millau sehr verärgert
Chr. Saint Pierre kritisierte umgehend die Entscheidung und erinnerte daran, dass das Demonstrationsrecht ein Verfassungsrecht sei. Er beschwerte sich beim anwesenden Unterpräfekten und erklärte, „dass eine Minderheit die überragende Mehrheit als Geisel nimmt..Jetzt reicht es. Es reicht, auf regelmäßige und systematische Weise dazu gebracht zu werden , vor einigen Individuen zurückweichen zu müssen. die Armee konnte ihre Parade wegen 13 Individuen nicht abhalten, die unbedingt demonstrieren wollten!“

Das Kollektiv Gardem Lo Larzac lehnt die Stationierung der Fremdenlegion ab. Eine Opposition, die von den antimilitaristisch-ideologischen Forderungen motiviert ist.

Die 13. Halbbrigade der Fremdenlegion (DBLE) wurde 1940 auf dem Truppenübungsplatz Larzac gegründet und war die erste Einheit der französischen Armee, die sich General de Gaulle anschloss und in die Forces Francaises Libres integriert wurde. Im Indochinakrieg beteiligte sie sich insbesondere an der Schlacht um Dien Bien Phu. Nach dem Algerienkrieg wurde die 13. DBLE in Djibouti stationiert,wo sie bis 2011 blieb, bis sie nach Abou Dhabi verlegt wurde. 2015-2016 nahm sie am Krieg gegen den IS teil, indem sie eine Abteilung von Ausbildern für die irakische Armee lieferte.

* Am 11.11. wird der Waffenstillstand am Ende des Ersten Weltkriegs gefeiert.

Quelle: Übersetzung aus einer konservativen Regionalzeitung
http://www.lengadoc-info.com/4211/histoire-et-tradition/4211-millau-legion-etrangere-larzac-13-dble/


Der Abgeordete der GRÜNEN im Europaparlament José Bové hat gute Beziehungen zum Militär und wundert sich über die Proteste, da seiner Meinung nach auf dem Truppenübungsplatz doch nur ein Mieterwechsel stattfinde --- So schnell kann der Weg früher radikaler "Volksvertreter" auf die Gegenseite führen.

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