HamburgerInnen aktiv gegen Waffenexporte
On-line gesetzt am 6. Februar 2016
zuletzt geändert am 14. März 2016

von Wo
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Deutschland ist weltweit einer der führenden Lieferanten von Kleinwaffen und Munition. So trägt die Bundesregierung direkt zur Verschärfung von Kriegen und gewaltsam ausgetragenen Konflikten bei, eine der Hauptursachen für Flucht und Vertreibung. Kleinwaffen – wie Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehre – sind weltweit für mehr Tote, Verletzte und Flüchtlinge verantwortlich als jede andere Waffenart. Durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer Waffe des deutschen Kleinwaffenproduzenten Heckler & Koch

Die Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte ist als Teil der bundesweiten Aktion Aufschrei gegen Waffenhandel aktiv. Die Basis für Aktivitäten sollte angesichts der täglichen Waffen- und Munitionsverschiffungen im Hamburger Hafen ausgeweitet werden, es gibt mit Sicherheit viele Menschen in Hamburg, die bereit zu gewaltfreiem Protest sind. Ihr seid aufgefordert, Euch einzubringen, z.B. bei der Demonstration am 26. Februar. Aber auch danach bei weiterhin notwendigen Aktionen.


Die Petition an den Hamburger Senat fand mit ca 1 200 Online-Unterschriften eine uns selbst überraschende, starke Resonanz gefunden. Die ebenfalls zahlreichen gedruckten Listen haben bis heute 706 Unterschriften ergeben. Wir wollen nun die Online-Aktion am 15. Februar beenden und die Petition am 26. Februar der Bürgerschaft, dem Senat und dem Ersten Bürgermeister übergeben.

Wir fühlen uns ermutigt, den Widerstand gegen den Missbrauch des Hamburger Hafens als Drehscheibe des Waffenhandels fortzusetzen und sowohl die Offenlegung als auch die Unterbindung der Rüstungsexporte zu fordern. Medien sind auf diesen Skandal aufmerksam geworden und haben berichtet, dass im Jahr 2015 Kriegswaffen im Wert von 360 Millionen € im Hamburger Hafen umgeschlagen wurden, 13,2 % mehr als im Vorjahr, und Tag für Tag 3 Container allein mit Munition verschifft werden. Wer Krieg im Ausland sät, wird Krieg im Inland ernten.

Wir bitten Sie, sich an der öffentlichen Aktion anlässlich der Übergabe der Petition zu beteiligen. Am

Freitag, dem 26. 2. 2016, ab 10:30 Uhr

werden wir mit 101 symbolischen Containern von der St. Jakobikirche aus über den Hauptbahnhof, den Hachmannplatz und die Spitaler Straße zum Rathaus ziehen. An den einzelnen Stationen werden wir die Aufmerksamkeit auf den Widersinn und die fatalen Auswirkungen der deutschen Rüstungsexporte lenken, auch als Faktor der Vertreibung. Gegen 12 Uhr wird die Petition übergeben.

Diese Aktion wird organisiert von der Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte, Brot und Rosen und den Christian Peacemaker Teams.

kontakt@hamburger-gegen-ruestung.de
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Aktuelle-Aktionen.389.0.html

Weg der Demonstration am 26. Februar von 10.30 St. Jacobi bis 12 Uhr vor dem Rathaus.

Wer sich mit Ideen (z.B. zu Formen gewaltfreier Aktion) und Engagement einbringen will, kann sich an mich wenden: wolfgang.hertle@gmx.de Telefon 040 43190955

U.a. aus diesem Grund stelle ich derzeit eine Liste der Arbeitskreise, Gruppen, Organisationen zusammen, die sich in Hamburg und Umgebung mit gewaltfreiem Widerstand, Zivilem Ungehorsam und Training in gewaltfreier Aktion beschäftigen. Es lässt sich sicher manches an unserer Zusammenarbeit verbessern! Für Hinweise, Adressen und Informationen bin ich dankbar.
Wolfgang Hertle

Hier ein LINK mit tollen Fotos von der Aktion --- Fotografin: Marily Stroux:

http://kein-mensch-ist-illegal-hh.blogspot.de/

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