Gorleben: Bergleute-Prozession zum Arbeitsamt
Die Bergleute in Gorleben haben die Nase voll. Am Freitag haben sie in Lüchow demonstriert, weil 78 der 240 Beschäftigen zum Arbeitsamt müssen. Sie melden sich arbeitslos, da den Erkundungsarbeiten im Gorlebener Salzstock unter Umständen ein neues Moratorium bevorsteht.

Der Betriebsrats-Vorsitzende der DBE, Peter Ward, hatte im Vorfeld erklärt, dass die Bergleute sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen hätten, weil ihre Verträge in drei Monaten auslaufen würden.
Nach der Ankündigung des ehemaligen Bundes-Umweltministers Norbert Röttgen, die Erkundungsarbeiten in Gorleben zu beenden, waren Fachleute für die Erkundungsarbeiten in Gorleben nur mit Zeitverträgen angestellt worden. Diese laufen zum 30. September aus.
UPDATE: Reaktion der BI auf die Bergleute-Demo
Zur Demonstration der Gorlebener Bergleute erklärt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), dass sie den Frust über das politische Hin und Her in puncto "Erkundungsbergwerk" gut nachvollziehen kann.
Den Hintergrund bewertet die BI allerdings anders als der Betriebsrat: "Wir setzen uns für das Ende des Gorleben-Abenteuers ein, wollen aber wie die Bergleute auch endlich wissen, woran wir sind", sagte ein BI-Sprecher. Allerdings gehen die Gorleben-Gegner davon aus, dass es in Gorleben für viele Jahre noch Arbeit gibt.
"Gerade bei einem überfälligen Ende des Projekts wird für den Rückbau und Verschluss des Bergwerks Arbeit in Hülle und Fülle anfallen. Eine vergleichende Endlagersuche an verschiedenen Standorten bietet ebenfalls Aussicht auf Beschäftigung", ist sich die BI sicher.
von Malte Dörge /Angelika Blank , 2012-06-29 12:01
Gorleben: Atomgegner unterstützen Bergleute
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Politische Wirkungen der Proteste
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